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Benchmarking

Benchmarking

Wenn man an die Spitze will, hat es sich schon immer bewährt, sich am Erfolg anderer zu orientieren. Der oberste Grundsatz von Benchmarking ist daher:
"LERNEN VON DEN BESTEN"!
Benchmarking bedeutet, Ihre Produkte, Prozesse, Dienstleistungen, Strategien, Strukturen, Aktivitäten, Kulturen etc. mit den besten Unternehmen zu vergleichen und von diesen zu lernen, indem "Best Practices" identifiziert, auf Ihre eigenen Belange angepasst und umgesetzt werden. Eines der wichtigsten Prinzipien hierbei ist es, Benchmarking zu einem ständigen Prozess in Ihrem Unternehmen zu etablieren, um damit langfristig und in allen Bereichen Verbesserungen zu erzielen und sich im Wettbewerb behaupten zu können.
David, T. Kearns von der Xerox Corporation definiert Benchmarking als "den kontinuierlichen Prozess, seine Produkte, Dienstleistungen und Praktiken an den härtesten Konkurrenten oder den als Branchenführer anerkannten Unternehmen zu messen."
Benchmarking ist kein "Allheilmittel", das bei einmaliger Anwendung alle Ihre Probleme lösen kann. Um mit Benchmarking langfristig erfolgreich sein zu können, ist es notwendig, dieses Konzept zu einer permanenten Einrichtung in Ihrem Unternehmen werden zu lassen. Das bedeutet, dass immer wieder von neuem Benchmarking-Projekte durchgeführt werden müssen. Dieser Wissensbaustein soll Ihnen bei der Planung und Durchführung eines solchen Benchmarking-Projektes helfen.
Die vier Stufen eines Benchmarking-Projektes
Ein solcher Phasenplan ist für die Durchführung eines Benchmarking-Projektes sehr wichtig. Im folgenden werden wir Ihnen die typischen Phasen eines Benchmarking-Projektes vorstellen. Die Dauer der einzelnen Phasen, der Ressourcenbedarf und die Detailplanung variieren von Projekt zu Projekt. Insgesamt aber zeigt die Erfahrung, dass Sie für den Durchlauf eines kompletten Benchmarking-Zyklusses ca. 5 bis 12 Monate rechnen müssen.
Für jede dieser vier Stufen haben wir für Sie ein eigenes Kapitel vorbereitet. So behalten Sie immer die Übersicht, wo im Benchmarking-Phasenplan Sie sich gerade befinden.Stufe 1: Auswahl der Benchmarking-ObjekteHierbei geht es darum, das eigene Unternehmen zu analysieren mit dem Ziel, die strategisch richtigen Objekte für das Benchmarking-Projekt auszuwählen. Sie identifizieren also die wichtigsten Problembereiche, die mittels eines Benchmarkings verbessert werden sollen. Hier stellt sich also die Frage "Was soll gebenchmarkt werden?"Stufe 2: Auswahl der BenchmarksIn dieser Phase suchen Sie einen oder mehrere Benchmarking-Partner, mit denen Sie sich vergleichen und von denen Sie lernen können. Hierbei können Sie intern bestimmte Unternehmensbereiche miteinander vergleichen, sich mit Konkurrenzunternehmen vergleichen, oder sich mit anderen Unternehmen vergleichen, die in einem bestimmten Verfahren oder einer bestimmten Methode weltweit als führend gelten. Hier geht es also vor allem um die Frage "Mit wem vergleichen wir uns?"Stufe 3: Durchführung der StudieHier kommt es zum Vergleich zwischen den Benchmarkingpartnern. Es müssen die Leistungslücken identifiziert und die Ursachen für diese herausgefunden werden. Hier müssen also vor allem die Fragen "Wo liegen die Leistungslücken?" und "Warum bestehen sie?" gestellt werden.Stufe 4: Umsetzung der ErgebnisseIn dieser letzten Phase planen und realisieren Sie die Umsetzung der Maßnahmen, die aus den Ergebnissen der Studie abgeleitet wurden. Sie stellen sich also die Fragen "Was ist zu tun? Wie sind die gesteckten Ziele zu erreichen? Wie setzen wir die gewonnen Erkenntnisse in unserem Unternehmen um?" Sie führen also die Best-Practices der Benchmarkingpartner ein und kontrollieren die Ergebnisse. Danach können Sie ein neues Benchmarking-Projekt starten.
Die amerikanische Firma Rank Xerox gilt als der Erfinder des Benchmarking. Nach einem kometenhaften Aufstieg in der Nachkriegszeit wurde das Unternehmen, das sich bislang quasi in einer Monopolstellung befand, in den 70er Jahren vom japanischen Wettbewerb immer stärker bedrängt. Zunächst ignorierte Xerox die Konkurrenz noch, was dazu führte, dass sich sein Weltmarktanteil in nur 4 Jahren von 80 auf 30 Prozent reduzierte. Die Wende kam erst, als das Unternehmen interne Analysen und dann Vergleiche mit seiner japanischen Tochtergesellschaft sowie mit externen Konkurrenten durchführte und Prozesse, Methoden und Strategien radikal verbesserte. Dies sicherte dem Unternehmen nicht nur die Rückkehr an die Weltspitze, sondern brachte ihm auch etliche Qualitätspreise ein. Noch heute ist Benchmarking in der Xerox-Gruppe ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur.

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